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17.09.2014
Parteivorsitzende der Linken in Thüringen soll sich erklären!
 Der Bundesverband Lebensrecht veranstaltet an diesem Samstag, den 20. September 2014, in Berlin den „Marsch für das Leben“. Die Initiatoren haben dazu auch die Abgeordneten der Landesparlamente eingeladen. Was aus einem Abgeordnetenbüro aus Thüringen zurückkam, ist geradezu unfassbar:

 

Ihren antifeministischen, antiemanzipatorischen und konservativen Dreck können Sie gerne behalten! Wir verbitten uns für die Zukunft weitere Mails Ihres Verbandes und hoffen inständig, dass Ihnen das Bündnis gegen den Marsch für das Leben am 20. September ordentlich in die Suppe spuckt.“ 

 

Claudia Heber, Vorsitzende des Katholischen Arbeitskreises in der CDU Thüringen sagte hierzu: 

„Die Mail ist erbärmlich und zeigt, wie die Linke mit Menschen umgeht, die nicht ihrer Meinung sind. Mehr noch, hier wird sich offen auf die Seite der teilweise gewaltbereiten Störer gestellt, wegen derer jedes Jahr mit einem Großaufgebot der Polizei die Teilnehmer des Marsches geschützt werden müssen. Das ist eines Abgeordneten  unwürdig. So etwas gehört sich nicht, auch wenn man zum Lebensschutz eine andere Meinung hat.

 

Nach meiner Information stammt die Mail von der Adresse, die die beiden Landtagsabgeordneten der Linkspartei Susanne Hennig-Wellsow und Matthias Bärwolf als offiziellen Kontakt auf ihren Internetseiten angeben. Ich gehe davon aus, dass ausgehende Mails von den Abgeordneten selbst oder mit Wissen der Abgeordneten verschickt werden. In jedem Fall ist hier eine Erklärung nötig! Frau Hennig-Wellsow ist nämlich nicht nur Abgeordnete, sie ist auch Landesvorsitzende der Linkspartei in Thüringen.Und das macht die Angelegenheit noch unerträglicher. Einerseits feiert sich die Linke als Friedenspartei, als pazifistisch, tolerant und weltoffen und dann das!Wer so menschenverachtend denkt und solche Mails verschickt, gehört nicht in ein Parlament und schon gar nicht in Regierungsverantwortung!


Der Marsch für das Leben wird seit 2002 von vielen Verbänden und Organisationen aus den Kirchen und der Politik getragen. Die Deutsche Evangelische Allianz unterstützt den Marsch ebenso wie die katholischen Bischöfe, die CDL, die Junge Union Deutschland und die Senioren Union und viele prominente Politiker, wie Volker Kauder, MdB. Sogar Papst Franziskus unterstützt den Marsch und hat in diesem Jahr mit einem Brief die Teilnehmer u.a. aufgefordert ‚den unantastbaren Wert eines Menschenlebens deutlich zu machen, der unabhängig vom augenblicklichen Nutzen ist‘.

 

Dem in der Mail benannten‚ Bündnis gegen den Marsch‘ gehören autonome Gruppierungen an. Auch die"Giordano-Bruno-Stiftung" gehört zu dem Bündnis. Die Stiftung, so schreibt Bundestagsabgeordneter Hubert Hüppe, der auch an dem Marsch teilnehmen wird, verlieh 2011 ihren „Ethik-Preis“ an den australischen Tötungsphilosophen Peter Singer, der für die Tötung behinderter Neugeborener, Komapatienten und anderer schwer hirngeschädigter Menschen plädiert und einem ausgewachsenen Schwein mehr Lebensrecht zubilligt als einem behinderten Baby.“